Archiv für die Kategorie ‘Priesterseminar’
Seminarphotos
Montag, 15. Februar 2010Neuigkeiten …
Samstag, 13. Februar 2010Nach einer längeren Pause habe ich jetzt endlich Ferien und daher ein bisschen mehr Zeit zum Bloggen.
Das zeitraubenste Ereignis der letzten Zeit war ganz sicher mein Kleines Hebraicum, welches ich jetzt endlich bestanden habe. Ein großer Dank gilt dem Sprachlehrer für die zusätzlichen Übungsstunden; aber auch allen Lesern und Bekannten (m&w), für die zahlreichen Glückwünsche, Gebete und gedrückten Daumen!
Danke!!!
Ein anderes Ereignis war der Stromausfall am letzten Wochenende. Mit vereinzelten funktionierenden Phasen ging der Strom von Freitagmorgen bis Samstagmittag am halben Domplatz nicht. Erst dann merkt man eigentlich, wie wichtig und beinahe unersetzlich Strom und funktionierende Heizungen eigentlich sind. Ein großes Dankeschön gilt unseren netten Damen vom Hauspersonal, die uns auch auf Gaskochern ein wunderbares Essen zauberten und uns trotzdem mit Kaffee und Tee versorgten!
Sehr schön war auch die freitägliche Messe (nach Mariä Lichtmess!) in der nur mit Kerzen beleuchteten Seminarkirche und das Stundengebet bei Kerzenschein. Duschen mit halbkaltem Wasser und bei Kerzenschein ist hingegen weniger angenehm, aber trotzdem eine interessante Erfahrung.
Bei der diesmaligen Praktikumsphase der Caritas arbeitete ich bei den Dreiflüsse-Werkstätten. Dort halfen wir behinderten Menschen bei der Arbeit und versuchten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Einmal brachte mich einer von Ihnen ziemlich in Verlegenheit und Erklärungsnot, als er mich fragte, ob denn Sterben schmerzhaft sei und wie es sein kann, dass der Mensch von Gott und nicht von den Eltern kommt.
Ein Zitat von Johannes Paul II., welches in der Werkstatt an der Wand hängt, hat mich sehr berührt:
“Die Höhe der Kultur eines Staates wird am Respekt gemessen, der den Schwächsten Mitgliedern einer Gesellschaft zukommt.”
Seit gestern habe ich Ferien und bin wieder in München, bevor wir nächsten Samstag zu unserer Bibelschule im Heiligen Land aufbrechen.
Morgenstund …
Donnerstag, 21. Januar 2010Seminarausflug nach Niederaltaich
Sonntag, 10. Januar 2010Gestern machte unsere Seminargemeinschaft einen Tagesausflug nach Niederaltaich. Nach einer kurzen Einführung in den byzantinischen Ritus und einer Führung durch das Kloster konnten wir am Mittagsgebet (=erweiterte Sext) des byzantinischen Konvents teilnehmen. Mir persönlich war das Gebet zu hektisch und zu schnell, der Thuriferar fuchtelte wild gestikulierend mit dem Weihrauchgefäß herum, während die Gebetstexte zu schnell und viel zu undeutlich gesungen worden.
Nachmittags machten wir noch einen Spaziergang zum Donau, wo jedes Jahr am heutigen Fest der Taufe des Herrn am Donaukreuz die Donau gesegnet wird.
Bayerischer Seminaristentag
Dienstag, 10. November 2009Ein ausführlicher Bericht zum Seminaristentag findet sich auf der Homepage des Münchner Priesterseminares:
„Heiliger Priester sein – unmöglich unter den heutigen pastoralen Bedingungen?“ Unter diesem Titel findet am 7.11.2009 in Eichstätt ein Studientag zum Priesterjahr statt, den die bayerische Regentenkonferenz für alle ihre Häuser organisiert hat.
An die 200 Seminaristen sind zusammengekommen und hören gespannt den Ausführungen von Weihbischof Thomas Maria Renz zu, der in seinem Hauptreferat auch auf seine eigenen 25 Priesterjahre zurückblickt. Koreferate aus der Sicht der Liturgiewissenschaft (Prof. Dr. Jürgen Bärsch), der Dogmatik (Prof. Dr. Bertram Stubenrauch) und des Kirchenrechts (Prof. Dr. Peter Krämer) liefern ergänzende Aspekte. Nach dem Mittagessen sprechen die Seminaristen in kleinen gemischten Gruppen über die Hoffnungen und Sorgen, die sie angesichts der künftigen großen Strukturen in der Seelsorge bewegen, aber auch über die Vorsätze, mit denen sie ihn ihre Ausbildung hineingehen, um dafür gerüstet zu sein. Aus den Ergebnissen der Gruppenarbeit bezieht der Moderator des Nachmittags, Prof. Dr. Ulrich Kropac, die Fragen, die er einem Podium serviert. Dort sitzen außer den Professoren der Ortsbischof Dr. Gregor Maria Hanke, sein ehemaliger Regens und jetziger Spiritual des Georgianums, Prof. Dr. Ludwig Mödl, und für die Regenten der Vorsitzende der Deutschen Regentenkonferenz Dr. Franz Joseph Baur.
Mit einer feierlichen Vesper in der Schutzengelkirche und dem Abendessen im Priesterseminar schließt das Programm. Die Seminaristen sind sehr interessiert dabei, bedauern im Nachhinein jedoch, dass in den Diskussionen des Nachmittags ausgehend von den „Sorgen“ ein viel zu düsteres und problembeladenes Bild des Priesters und des Priesterwerdens im Raum stand. Die wirkliche Stimmung ist weit mehr von Zuversicht und Freude geprägt.
[Bild und Text ©: PS München]
Wer entdeckt auf dem Bild meine Wenigkeit?
Neues aus der Caritas
Dienstag, 20. Oktober 2009Heute war mal wieder ein sehr ereignisreicher Tag mit den Kindern in der Caritas-Schule.
Einer von ihnen hat mir eine Hauswand gemalt, mit klappbarer Tür und Fenstern. Nachdem ich mich bedankt hatte, fragte er mich “Bist du ein Papa?”, was ich natürlich lachend verneinte und zu erklären versuchte.
Bei einem anderen Schüler, der sehr begeistert von Gottesdiensten ist, durfte ich an einem von ihm geleiteten “Gottesdienst” teilnehmen. Er dankte fast dauernd Gott und (!) Jesus, was mich sehr gefreut hat. Wenn ich ehrlich bin, sind meine Ministranten in München oft nicht so preisend und dankend wie diese Kinder. Als Gewand trug er einen Malerkittel, als Mikrophon benutzte er den Klöppel eines Xylophons. Zu den einzelnen Gebeten und Preisungen wurde sehr fröhlich und kraftvoll mit der Tischglocke gebimmelt. Die Kerze auf dem Tisch brannte jedoch nicht, bei Kindern kann so etwas schnell schiefgehen. Als Gebetstisch wurde ein Schultisch verwendet.
Es ist wunderschön, diese Kindern beim Spielen, Beten und Lernen erleben zu dürfen.
Ausflug nach Niederaltaich
Sonntag, 11. Oktober 2009Am heutigen Nachmittag machten ein paar Propädeutiker aus München-Freising einen kleinen Ausflug zur Benediktiner-Abtei Niederaltaich. Die dortigen Mönche feiern sowohl den römischen als auch den byzantinischen Ritus. Nach einem Besuch der byzantinischen Kirche besichtigten wir die barocke Basilika. Schließlich zog der Konvent ein (begleitet von Ministranten, einE mit roten Turnschuhen) und sang die Choralvesper. Um diesen herrlichen Gesang nicht mit unseren meiner Stimme zu ruinieren, las und betete ich still mit. Zufällig trafen dort auch die Passauer Priesteramtskandidaten (die wegen vorrübergehender Stillegung der Fakultät in Regensburg studieren), welche in Niederaltaich gerade auf Exerzitien waren/ sind.
Altardienst im Seminar
Sonntag, 11. Oktober 2009So, heute habe ich zum ersten Mal im Priesterseminar die Messe gedient. Bis Freitag werden ein Mitbruder und ich als Hebdomadar und Ministrant wirken, bevor am Wochenende der Dienst wechselt und wir Tischdiener sind.
Zuerst Gott dienen, und dann den Menschen :-)
Zum Propädeutikum
Dienstag, 29. September 2009Da MBü gefragt hat, was ich so während meines Propädeutikums mache, versuche ich, dieses vorbereitende Jahr in einem kurzen Beitrag zusammenzufassen und zubeschreiben. Weitere Fragen (auch per Mail) beantworte ich natürlich gerne.
Dieses Jahr steht unter dem Motto “Kommt und Seht”, man soll sich mit dem Leben als Priesteramtskandidat und späterer Priester vertraut machen, sowie die eigene Berufung überprüfen. Der Tagesablauf ist geprägt von der täglichen Feier der Messe, des Stundengebets, Sprachkursen (Hebräisch, Latein, Griechisch, moderne Fremdsprache) und caritativer Arbeit. Zusätzlich finden Spiritualstunden, Glaubenskurse, thematische Einführungen in die Sonntage sowie in die geprägten Zeiten, Bibelkreise, Stille Abende (stille Anbetung, Komplet, bis zum Schlafengehen schweigen), Sprach-, Gesangs- und Stimmbildung sowie eine Bibelschule im Heiligen Land statt.
Ich selbst nehme am Propädeutikum der südbayerischen Diözesen der Kirchenprovinz München-Freising mit Standort Passau (offizielle Bezeichnung) teil und lerne jetzt als erstes Hebräisch, bevor ich nächsten Frühling mit Latein beginne. Griechisch werde ich vorauchsichtlich im Münchner Priesterseminar lernen.
Mit der caritativen Arbeit habe ich heute in der Schule St. Severin für geistig behinderte Menschen begonnen, in ein paar Monaten werde ich in der gleichen Schule im Gebäude für körperlich behinderte Menschen aushelfen. Im Laufe des Propädeutikums wechselt man auch in andere Einrichtungen der Caritas (Bahnhofsmission, Altenheim, Seniorenheim, Werkstätten für behinderte Menschen sowie zum Caritas Besuchs- und Pflegedienst).
Von uns 29 Neueinsteigern stammen 9 aus der Erzdiözese München-Feising, 7 aus der Diözese Augsburg und 12 aus dem Bistum Regensburg während ein einzelner Mitbruder tapfer die Fahne für Passau hochhält.
Die Sprachvorkenntnisse sind recht gemischt; einer beherrscht schon alle drei Sprachen, die Hälfte bringt Latein mit und die andere Hälfte beherrscht eine (zum Studium in Deuschland nicht notwendige) moderne Fremdsprache. Die Kommunität ist auch altersmäßig sehr schön gemischt (19-44 Jahre) und vereint Menschen mit vielfältigen Lebenserfahrungen (Frische Abiturienten, Zivis, Studienabbrecher und viele Berufstätige).
Priesterseminar St. Stephan Passau
Priesterseminar St. Johannes der Täufer München
Video bei kathTube mit dem Passauer Regens (mein aktueller “Chef”)
Offizielle Vorstellung des Propädeutikums (PDF, 2,63MB)
“Theologisches Propädeutikum” – Wikipedia.org
Einführungswoche Passau
Sonntag, 27. September 2009Die Einführungswoche in Passau habe ich am Montag ganz privat beim Ministrieren in der Heimatpfarrei begangen. Mit dieser Stärkung fuhren wir eine knappe halbe Stunde später von München los, um dann am frühen Nachmittag in Passau anzukommen. In Passau selbst haben wir bis zum Priesterseminar sehr lange gebracht, es führt für Autos nur eine kleine, schwer zu entdeckende, Straße Gasse auf den Domberg. Nachdem das Gepäck vollständig im Zimmer deponiert war, ging ich noch mit meinen Eltern zu Mittag Essen, zum Dreiflüsseeck und in den Dom St. Stephan. Nach der Verabschiedung begann das Propädeutikum mit dem Abendessen ganz offiziell. Es folgte eine kleine Hausführung sowie eine Vorstellungsrunde.
Am Dienstag begann der Tag mit der gemeinsamen Messfeier, bevor wir in das Hausleben eingeführt wurden. Nachmittags marschierten wir zum Kloster Mariahilf, von wo aus wir einen wunderbaren Blick über Passau hatten. Anschließend wurden wir von einem sehr netten Pater in der Kirche geführt, wo er uns sehr lebhaft und anschlaulich das Gnadenbild erschloss (zu dem mir höchstens zwei Sätze eingefallen wären, der Pater allerding machte uns auf sehr viele Einzelheiten aufmerksam).
Am Mittwoch bekamen wir vormittags eine sehr ausführliche Domführung und einen Überblick über die Bistumsgeschichte von Passau. Nachmittags wurden wir mit weiteren Angelegenheiten des Seminarlebens vertraut gemacht.
Am Donnerstag wurden uns von den verantwortlichen Personen die verschiedenen Caritas-Einrichtungen vorgestellt, bei denen wir jetzt zweimal pro Woche je 6 Stunden arbeiten werden. Nachmittags besichtigten wir die Altstadt, bevor wir abends zum Orgelkonzert in den Dom gingen. Dort hörten wir Mozarts “Krönungsmesse” mit Orchester und der größten Orgel Domorgel Kathedralorgel der Welt; sehr schön!
Am Freitag begannen wir mit dem ersten Teil der Berufungs-Erzählungen, welche sehr spannend, interessant und informativ waren.
Der zweite Teil folgte am Samstag, womit der theoretische Teil des Einführungsprogramms beendet war, sodass am Montag der richtige Teil des Propädeutikums beginnen kann.
Am Sonntag putzen sich alle recht fesch und gepflegt heraus, um den Sonntag auch äußerlich hervorzuheben. Liturgisch hervorgehoben wurde er durch die Verwendung von Leuchtern und Weihrauch … hmmm [Edit: hmmm mhhh/ *genuß*]
Auf das Propädeutikum!
Ausflug nach Österreich
Samstag, 26. September 2009Heute Nachmittag machten wir (vier Propädeutiker und ein Studienseminarist) einen Ausflug nach Schardenberg, Österreich. 
Einführungswoche München
Freitag, 25. September 2009Nach einer etwas längeren Pause habe ich gerade Zeit, etwas mehr zu schreiben.
Die Einführungswoche im Münchner Priesterseminar (15.09. – 19.09.) war sehr schön, wir sind insgesamt 10 Neueinsteiger (9 waren anwesend, einer ist schon als Missionar auf Zeit in Kenia) und einer sehr bunte Truppe, 19-44 Jahre, frisch von der Schule oder mit viel Berufserfahrung …
Am ersten Tag (Dienstag) trudelten wir nach und nach ein, zum Mittagessen waren wir alle versammelt. Nachmittags bestiegen wir den Kirchturm von St. Ludwig, wo man uns die nähere Umgebung des Priesterseminars zeigte; die Alpen waren ebenso wie auch das Riesenrad auf der Theresienwiese zu sehen, auch ein Blick auf St. Benno war möglich. Da St. Ludwig derzeit renoviert wird, finden die Gottesdienste derzeit im (als Sakralraum gestalteten) Pfarrsaal statt, weswegen die Kirche umgangssprachlich nur St. Pfarrsaal genannt wird. Nach dem Abendessen feierten wir dort auch noch die Abendmesse mit, gestaltet von der Jugend 2000.
Am nächsten Morgen brachen wir nach Messe, Frühstück und Reisesegen zur Wallfahrt auf (über den Englischen Garten, die Staatskanzlei in die Innenstadt), wobei wir an der Mariensäule noch um den Segen Mariens baten. Weiter ging es über die neue Synagoge zum Grab von Theresia Gerhardinger in St. Jakob. Weiter wanderten wir zur Marienklause, wo wir ziemlich genau um 12:00 Uhr ankamen, den Angelus beteten und unsere Brotzeit zu uns nahmen. Weiter marschierten wir mit geistlichen Impulsen zum hl. Benedikt und einem gebeteten Rosenkranz an der Isar entlang nach Kloster Schäftlarn, wo wir auch übernachten konnten.
Am Donnerstag wanderten wir (jetzt leider mit Regen) weiter nach Beuerberg, wo wir wiederum übernachteten.
Am Freitag kamen wir nachmittags in Benediktbeuern an, wo wir auch gleich die Kirche besichtigten, zu Kaffee&Kuchen eingeladen wurden und schließlich in der Anastasiakapelle die Vesper beteten. Wieder in München waren wir doch recht geschafft von der dreitägigen Wallfahrt (täglich Messe, Rosenkranz, Stundengebet, Impuls) und freuten uns auf unsere Betten.
Am Samstag beschäftigten wir uns ausgiebig mit dem Thema Berufung, bevor wir uns mittags dem Hauspatron Johannes dem Täufer zuwandten. Nachmittags führte uns unser Subregens (und neuerdings Domvikar) im Dom herum (an der Bennokapelle durfte ich die Benno- Legende Geschichte erzählen). Abends waren wir dann bei Erzbischof Dr. Reinhard Marx zum Essen geladen, herrlich! Er nahm sich sehr viel Zeit für uns, stellte viele (Nach-) Fragen und war sehr interessiert, was er mit “Das Priesterseminar ist das Herz eines Bistums” auch sehr offen (aus-) formulierte.
Mit diesem Abendessen endete diese schöne Woche dann auch, die Nacht verbrachte ich zuhause bei meinen Eltern.
Einzug ins Priesterseminar
Montag, 14. September 2009So, liebe Leserinnen und Leser, wie Andreas schon aufmerksam bemerkt hat, sind es nur noch wenige Stunden, bis ich ins Münchner Priesterseminar einziehe.
Mittlerweile bin ich schon recht aufgeregt, nervös aber auch sehr neugierig, was ich jetzt so alles erleben werde. An einen kurzen Aufenthalt im Münchner Seminar bin ich dank des Info-Wochenendes schon gewöhnt, an das richtige Seminarleben natürlich nicht. Die Einführungswoche mit einer Fußwallfahrt nach Benediktbeuern dient zur Einstimmung und zum gegenseitigen Kennenlernen, bevor wir Neuen nächste Woche nach Passau umziehen.




































