16.06. Hl. Benno
Dienstag, 16. Juni 2009Sankt Benno, Bischof hoch in Ehren
Du treuer Schirmherr unsrer Stadt,
die, alles Unheil abzuwehren,
sich deinem Schutz empfohlen hat:
Bewahre sie vor Krieg und Stürmen,
vor Drangsal in verworrner Zeit,
dass Friede sei in ihren Türmen,
in jedem Haus Geborgenheit.
Sankt Benno, der um Recht und Treue
Verbannung und Verfolgung trug,
sieh auf dein Volk, dem stets aufs neue
die Zwietracht bittre Wunden schlug.
Lehr uns, den Nachbarn zu verstehen,
dem Ungeliebten zu verzeihen,
den Bruder auch im Fremden sehen,
von Herzen allen offen sein.
Sankt Benno, halte uns im Glauben,
der uns den Weg zum Leben führt.
Wehr ab die Mächte, die ihn rauben!
Sei unsrer Stadt ein guter Hirt!
Entzünde Gottes Licht aufs neue,
hol das Verlorne aus der Nacht,
dass unser Herr in seiner Treue
die Stadt zu seiner Wohnung macht.
Text: Marie Luise Thurmair, 1980
Melodie : „Nun singt ein neues Lied dem Herren“
(Gotteslob Nr. 262)
Mit diesem Lied begann am heutigen Tag die Hl. Messe in unserer Pfarrei. (Das richtig große und feierliche Patroziniumsfest begeht unsere Gemeinde erst am Sonntag.) Da das Gedenken an den Heiligen Benno in der Stadt München als Hochfest begangen wird, war die Messe dementsprechend feierlich, mit Gloria und “allem Drum-und-Dran”. Das Tagesgebet:
Treuer Gott,
du hast dem heiligen Bischof Benno
den Mut gegeben, in den Wirren seiner Zeit
unbeirrt den Weg des Glaubens zu gehen.
Zeige auch uns deine Wege
und stärke unser Vertrauen auf deine Hilfe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
Die Altarplatte ist “zufälligerweise” 96*96 cm groß, sie repräsentiert die 96 Lebensjahres von Benno (das schreibe ich natürlich nicht à la Ich-bin-besser-weil … sondern nur aus Hang zum Informieren und Mitteilen). Ferner existiert die “St. Benno-Gilde”, gegründet zur Förderung, Forschung und Frömmigkeit für den Hl. Benno. Das erste Mitglied ist zufälligerweise Joseph Ratzinger, der einst am Bennofest 1980 wie folgt predigte:
Fisch und Schlüssel sind uralte christliche Symbole. Der Fisch ist das geheimnisvolle Zeichen des Herrn, der in die Wasser dieser Welt und dieser Geschichte herabgestiegen ist. In diesem Zeichen konnten in der Zeit der Verfolgung die Christen sich gegenseitig erkennen und miteinander zu ihrem Herrn bekennen. Die Schlüssel verweisen auf die Vollmacht des Bindens und Lösens, die zuerst dem Petrus und dann den Zwölfen übertragen worden ist. Sie verweisen so auf das bischöfliche Amt, auf die Gemeinschaft der Bischöfe mit dem Nachfolger des heiligen Petrus. Die Bischöfe erscheinen als die Türhüter im Haus des Glaubens, gleichsam als die Hausverwalter, die der Herr für sein Haus bestellt hat. Beides ist aufeinander verwiesen: die Schlüssel kommen aus dem Fisch – Christus ist der Erzhirte. Am Ende kann immer nur er die Schlüssel der Kirche verwahren in dunklen und in hellen Zeiten, am Ende kann nur er die Schlüssel geben.
“Benno” kann natürlich auch als Kurzform von “Benedikt” gesehen werden, und ist somit nicht nur der Name eines “Preissn” (wie Georg heute schon ironisch anmerkte), sondern steht für Europa. Und wäre Luther nicht gewesen, wären die Reliquien Bennos heute vermutlich nicht im Münchner Liebfrauendom ;)



















