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Archiv für die Kategorie ‘Deutsche Kirche’

Schutzgebiet

Freitag, 19. Februar 2010

Hiermit erkläre ich diesen Blog ebenfalls zum “Bischof Mixa Schutzgebiet”:

Zum Thema Überstola

Montag, 14. Dezember 2009

Zum zeitlosen Diskussionsthema Überstola habe ich bei Stanislaus einen schönen Artikel gefunden. Der Brauch, die Stola über einer Matelalbe zu tragen, ist aus dem verständlichen Grund von Geldmangel in der Diaspora entstanden. Was natürlich anfangs eine gute und sinnvolle Idee ist (und es in der Diaspora immer noch ist), verkommt sehr schnell zu einem Missgriff, wenn es über die Stränge schlägt. Die eigene Besserwisserei, das immer-noch-eins-drauf-setzen, das immer noch mehr und letztlich ausschließlich bloß äußere Verzichten geht natürlich am Kern vorbei.

Ich sehe in dieser Modeerscheinung nicht nur eine Sinnverdrehung (Wer trägt denn seine Unterhose über der Jeans?), sondern auch eine – wenn auch unbewußte – Klerikalisierung. Denn die Stola ist die Amtsinsignie, welche nun deutlich sichtbar getragen wird. Wahrscheinlich ist das der Ausgleich dafür gewesen, daß die Herren Kleriker außerliturgisch nun lieber mit Schlips (der nur dem Laien zusteht) durch die Gegend rannten.

Sonntag der Weltmission ‘09

Sonntag, 25. Oktober 2009

[Heute wird in Deutschland der Weltmissionssonntag begangen, in den anderen Ländern der Erde wurde er schon letzten Sonntag gefeiert. Warum das so ist, weiß ich leider nicht.]

Wie an jedem anderen Tag auch, so muss sich auch heute die Kirche ihre Sendungsaufgabe und ihren Verkündigungsauftrag jederzeit vor Augen führen. Ein ganz wesentlicher Aspekt der Verkündung des Evangeliums Christi besteht darin, die Menschen zu “missionieren”; d.h. offen den Glauben verkünden und die Menschen zu Christus zu führen. Wer die Mission ablehnt, verleugnet die Kirche und letztlich Christus selbst, der uns wie Schafe unter die Wölfe gesandt und uns genau diesen oft schwer erscheinenden Auftrag gegeben hat. Wer die Mission aus “höheren Gründen” bzw. aus “Höflichkeit” ablehnt, verrät ebenso diesen Auftrag. Das heißt natürlich NICHT, das wir wegen diesem unserem Auftrag überheblich, besserwisserisch, gewaltsam und mit anderen unchristlichen Methoden auftreten dürfen. Wir müssen als wahre Zeugen auftreten und offen, frei und ohne Scheu von Christus erzählen. Und dies ohne Einschränkungen.
Unerläßlich bleibt natürlich das Gebet:

  • Laßt uns beten für alle, die nicht an Christus glauben, daß der Heilige Geist sie erleuchte und sie auf den Weg des Heiles führe.
  • Laßt uns beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zudem sein Ratschluß sie führen will.
  • Laßt uns auch beten für alle, die Gott nicht erkennen, daß sie mit seiner Hilfe ihrem Gewissen folgen und so zum Gott und Vater aller Menschen gelangen.

Die Leserinnen und Leser dieses Blogs, welche die Hl. Messe gerne in der außerordentlichen Form feiern und beten, sind natürlich (wie die gesamte Leserschaft) herzlich eingeladen, ebenso in der außerordentlichen Form zu beten:

  • Lasset uns auch beten für die Heiden: Gott der Allmächtige möge das Sündenelend von ihren Herzen nehmen, damit sie ihre Götzen verlassen und sich bekehren zum lebendigen und wahren Gott und zu Dessen eingeborenem Sohn Jesus Christus, unserem Gott und Herrn.
  • Lasset uns auch beten für die Juden: Gott, unser Herr, möge den Schleier von ihren Herzen wegnehmen, auf daß auch sie unsern Herrn Jesus Christus erkennen.

“Evangelens über Katholens”

Donnerstag, 08. Oktober 2009

[...] Die EKD hechelt hinter jeder Mode her, und hat sowohl Christus als auch Luther um den Preis der Beifalls vom Pöbel verraten und verkauft, sowie das kirchliche “Kerngeschäft” vollkommen aufgegeben. Die EKD ist ein vollkommen profilloser Anbiederungsverein, so dass wir Gott auf Knien danken können, dass unsere Kirche dieser Versuchung bisher im Großen und Ganzen widerstanden hat. [...]

Diesen amüsanten Kommentar hat CAECILIA bei unserer endlich wieder aktiven Sponsa Agni hinterlassen. Der Artikel und die weiteren Kommentar sind natürlich auch lesenswert :-)

Möge Benedikt XVI. vereint mit unseren Gebeten die Gesamtheit der Christen zur Einheit der Kirche zusammenführen!

Ist Samstag der neue Sonntag?

Mittwoch, 17. Juni 2009

In 300 katholischen Pfarrgemeinden haben Würzburger Theologen nach den Wochenend-Gewohnheiten der Menschen geforscht. Der Sonntag steht nicht länger im Mittelpunkt.

Guido Fuchs, Theologe und Buchautor aus Würzburg: “Aus unserer Studie geht deutlich hervor, dass der Sonntag mittlerweile zu jenem Tag geworden ist , an dem man sich ausruht, auf der Heimfahrt im Stau steht – oder als Alleinstehender – depressiv wird. Der Tag des Herrn geht im Wochenende unter. Dagegen ist der Samstag der Tag der Freizeit; die Menschen kaufen ein, machen Ausflüge oder gehen feiern. Deshalb hat der Samstag den Sonntag als Höhepunkt der Woche abgelöst. Die Kirchen müssen diesem veränderten Freizeitverhalten Rechnung tragen, indem sie zum Beispiel die Uhrzeiten für den Beginn der Gottesdienste ändern. Verweigern sich die Kirchen der neuen Zeiteinteilung, wird ein Gottesdienstbesuch demnächst als kulturelle Verhaltensanomalie wahrgenommen.”
[Süddeutsche Zeitung vom 17.06.2009, Seite 10, DIE FRAGE]

Ich schlage als Lösung den “Wochenendgottesdienst” per Funkübertragung vor; die Messe wird ganz normal vom Geistlichen in der Kirche mit Gläubigen gefeiert, die sich für diesen Gottesdienst Zeit nehmen. Dieser Gottesdienst wird aufgezeichnet, per Internet/ Funk an die Gläubigen in ihre Wohnungen gesandt, diese können sich die Messe in ihrer Freizeit ansehen und würdig vor ihren Bildschirmen mitfeiern.
Der Samstag KANN gar nicht der neue Sonntag sein, denn am Tag des Herrn sollten die Geschäfte geschlossen bleiben, eben FÜR die Menschen; damit diese Zeit haben/ sich Zeit nehmen, FÜR Gott, FÜR ihre Mitmenschen, FÜR sich selbst.

Gastbeitrag von Hwst. H. Zollitsch

Sonntag, 08. Februar 2009

[...] Man darf über dieses Engagement des Papstes diskutieren und durchaus der Meinung sein, dass die Einheit mit der Piusbruderschaft kein vorrangiges Thema einer Kirche inmitten einer pulsierenden, nach Orientierung und Halt rufenden Welt ist. Auf keinen Fall aber verdient der Papst den jetzt so oft erhobenen Vorwurf einer restaurativen Gesinnung. Er handelt aus Verantwortung, und ihm, nicht den Vielen, ist es in besonderer Weise aufgelastet, für die weltweite Kirche Entscheidungen zu treffen, wie die großen Themen des Konzils heute verlebendigt werden sollen. Die schwierigen Auseinandersetzungen der letzten Tage haben uns ganz nebenbei nochmals neu die großen Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils erkennen lassen. Was wäre die katholische Kirche heute ohne ihre Lehre von der Gewissens- und Religionsfreiheit und ohne eine erneuerte Vorstellung von Staat und Gesellschaft? Wo stünde sie ohne die Gesten der Versöhnung gegenüber den Juden und die Wertschätzung für die Religionen? Was wäre sie ohne das stetige Bemühen um die Ökumene? Und was ohne die Mobilisierung der Laien? [...]

So weit, so gut.

Wir deutschen Bischöfe werden uns an der Seite des Papstes dafür einsetzen, dem Evangelium und dem christlichen Glauben in der modernen Welt einen guten Klang zu geben, der ebenso mit der langen Geschichte der Kirche in Konsonanz steht, wie er die aktuellen Herausforderungen ernst nimmt. [...]

Ich hoffe es.

Erklärung des Priesternetzwerkes

Donnerstag, 05. Februar 2009

Ich kann mich fortes-fide und der Erklärung des Netzwerkes der katholischen Priester anschließen, in folgendem Text spiegelt sich zu 100% meine Meinung wieder.

Angesichts der maßlosen Kampagne gegen unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit der Rücknahme der Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X. erklärt das Netzwerk katholischer Priester seine tiefe Erschütterung:

- Über die voreingenommenen, zum Teil sachlich unzutreffenden und meist aggressionsgeladenen Reaktionen eines Großteils der deutschen Presse.

- Über die uneindeutige und verzagte, zum Teil vor offener Kritik am Papst nicht zurückschreckende Haltung einiger Vertreter des deutschen Episkopates.

- Über die anmaßende, instinktlose und die primitivsten Gesetze des Anstands verletzende Einmischung deutscher Politiker in innerkirchliche Angelegenheiten.

Die unsäglichen Ausfälle eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind offenbar einer Mehrzahl von Katholiken – Priestern wie Laien – ein willkommener Anlass, den Papst in unangemessener Weise herabzusetzen und infrage zu stellen. Wenn der deutsche Blätterwald konstatiert, die momentane Krise werde dazu führen, dass eine Mehrheit der Katholiken dem Papst nicht mehr gehorcht, so sagen wir umgekehrt: Die Hassausbrüche gegen Papst Benedikt XVI. zeigen einmal mehr, wie tief das Niveau des Katholizismus in Deutschland bereits gesunken ist. Nachdenkliche, zur Besinnung mahnende und zum Vertrauen in die Autorität des Papstes aufrufende Stimmen fehlen in unseren Tagen fast vollständig. Dass gewisse Lehrer der Theologischen Fakultäten dem Ganzen noch die Krone aufsetzen, war zu erwarten und muss nicht eigens erwähnt werden.
In Beschämung über die gegenwärtige Situation erklären wir dem Heiligen Vater erneut unsere volle und uneingeschränkte Solidarität. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz im Hinblick auf die Einheit der Kirche. Und wir sichern ihm unser besonderes Gebet in diesen schweren Stunden, besonders bei der Feier des Heiligen Messopfers, zu.
Mainz/ Aachen/ Fulda, 4.2.2009

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt
Pfarrer Hendrick Jolie
Pfarrer Uwe Winkel

http://www.priesternetzwerk.net/index.html

75 Jahre Joachim Meisner

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Hochwürdigster Herr Kardinal, Alles Gute zu Eurem 75 Geburtstag!

Roms “Wacht am Rhein” wird heute 75 Jahre alt, sein Rücktrittsgesuch hat der Papst natürlich abgelehnt. Kardinal Meisner ist für mich einer der guten “Alten Garde”; in einem Atemzug zu nennen mit Kardinal Wetter, Kardinal Sterzinsky und natürlich Joseph Ratzinger. Welt.de schreibt über ihn:

Er ist ein Bischof, wie man ihn im Vatikan gerne sieht: von kindlicher Ergebenheit gegenüber dem Heiligen Stuhl. [...] “Aus Loyalität” stehe er “neben jedem Papst, koste es, was es wolle … Hauptsache, das Herz ist katholisch.” [...]
In Joachim Meisner vereinen sich strengster kirchlicher Konservatismus mit fast mystischem Enthusiasmus für alle kirchlichen Glaubens- und Moralthesen, selbst seine Mystik ist streng dogmatisch. Maria gilt ihm als Orientierungspunkt schlechthin. “Nur wer Maria kennt, kennt auch die Kirche”, gibt er kritischen Theologen, die er vor einem Herumanalysieren an den Evangelien warnt, zu bedenken: “Wir müssen von Maria das Schweigen lernen.” [...]

Weniger als 100 Neupriester

Sonntag, 30. November 2008

Als ich vor ein paar Monaten (wie die so Zeit vergeht …) über die Zahl der bayrischen Neupriester schrieb, gab es wohl noch keine Zahlen für Deutschland. Laut einem Bericht von ‘kath.net’ ist die Gesamtzahl der deutschen Neupriester erstmals unter 100 gesunken. ‘Kath.net’ zitiert dort ebenfalls den Münchner Regens (leider mit falschem Namen, er heisst Baur, nicht Bauer), der den Grund für diesen Abschwung in den “gesellschaftlichen Rahmenbedingungen” sieht.
Für junge, zeitgemäße Männer ist es halt einfach nicht cool, sich ein ganzes Leben lang festzulegen und an einen Arbeitsgeber zu binden. Mann ist lieber frei, flexibel und im Notfall auch hasenfüßig, wie sich an der wachsenden(!) Zahl der Alleinerziehenden Mütter zeigt.

20 Bistümer werden gestrichen

Mittwoch, 09. April 2008

Laut einem Pfarrer aus Schweinfurt sollen 20 deutsche Bistümer gestrichen werden und den Erzbistümern zugeteilt werden. Meiner Meinung nach ist das ein Aprilscherz des Pfarrers:

Die katholischen Bischöfe haben auf ihrer Konferenz in Würzburg endlich die Zeichen der Zeit erkannt und beschlossen, die Gläubigen in ihren Gemeinden und Pfarreien auf dem schwierigen Weg der Zusammenlegung und Auflösung beispielgebend zu begleiten.Binnen Jahresfrist, spätestens zum 1.4.09 werden die deutschen Bistümer nach dem Vorbild der Pfarreiengemeinschaften zusammengelegt. Von den 27 katholischen Bistümern bleiben nach der Reform noch sieben übrig: Bamberg, Berlin, Freiburg, Hamburg, Köln, München und Paderborn. Ähnlich wie bei den Pfarreiengemeinschaften mit nur einem Priester und einigen Hilfskräften, wird künftig ein Bischof für drei bis vier Bistümer verantwortlich sein. Zu den Pontifikalgottesdiensten können die Gläubigen mit dem ICE anreisen, entsprechend wurden die Zentralbischofsitze ausgewählt. Daran dass Bischöfe künftig seltener leibhaftig erlebt werden, sind die Gläubigen bereits gewöhnt: Sie sehen ihren eigenen Seelsorger bestenfalls einmal im Monat für 55 Minuten bei einer gottesdienstlichen Feier. Mit der Auflösung von überflüssigen 20 Bistümern ergibt sich ein gewaltiger Personalschub zu Gunsten der Seelsorge vor Ort. Es wird zusätzlich mit über 500 ansonsten arbeitsloser Domkapitularen und Prälaten gerechnet. Sie müssen allerdings wie die Bischöfe und Weihbischöfe ohne Amt für die Seelsorge in Schnellkursen fit gemacht werden. Die Neuorganisation, angepasst an die moderne Seelsorgsstrategie, bedeutet eine große finanzielle Entlastung der deutschen Kirche in Milliardenhöhe. Das Kirchensteueraufkommen fließt dann vermehrt in soziale Einrichtungen. Diese zukunftsträchtige Entscheidung kann den Priestermangel zwar nur zeitweise mildern. Doch mit der zukunftsweisenden Entscheidung wird sichergestellt, dass es in Deutschland in den nächsten 100 Jahren keinen Bischofsmangel gibt.

Zur Notwendigkeit des Zölibats

Samstag, 16. Februar 2008

Dass der Zölibat “theologisch nicht notwendig” ist, meint Robert Zollitsch, das neugewählte Oberhaupt der Deutschen Bischöfe. Was man davon hält, ist jedem selbst überlassen. Ich persönlich bin nur froh, dass Robert Zollitsch selbst kein Konzil eröffnen kann. Vergleiche auch hier, da und dort. Desweiteren liebäugelt er laut Spiegel mit Parteien wie den Grünen, was einem “Verrat” an Walter Mixa gleicht, der laut Grüne ein “spaltlerischer Oberfundi” ist.

Gute Besserung!

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Dem Hochwürdigsten Herrn Kardinal Karl Lehmann Gute Besserung und ein schnelles Genesen seines Herzens! Komischer Zufall, aber am gestrigen Abend sind zwei weitere Bücher in meinen Besitz gekommen, beide vom DBK-Vorsitzenden Lehmann:

  • Mensch, Gott!
  • Die Stille suchen

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