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Maria Magdalena als Apostel bei den Aposteln

Die Frauen mit den wohlriechenden Salben schickten, so der hl. Evangelist Johannes, Maria Magdalena voraus zum Grab. Es war dunkel, aber die Liebe erhellte die Nacht: so konnte sie sehen, dass der große Stein vom Eingang zum Grab weggewälzt war. Sie eilte zurück und sagte zu den Jüngern: „Ihr Jünger, ihr sollt wissen, was ich gesehen habe: der Stein ist nicht mehr vor dem Grab. Hat man meinen Herrn aus dem Grab weggenommen? Weit und breit keine Wächter, sie sind geflohen. Sollte er auferstanden sein – er, der den gefallenen Menschen die Auferstehung schenkt?“Maria Magdalena zu Füßen des Auferstandenen
Er, der alles sieht, hat beim Anblick der hilflos schluchzenden und zu Tode betrübten Magdalena deren Herz berührt… Er, der Herz und Nieren prüft, wusste, dass Maria seine Stimme erkennen würde; so sprach er, der wahre Hirte, sein Schaf an. „Maria!“ sagte er. Sie erkannte ihn und sagte: „Es ist mein guter Hirte, er ruft mich und wird mich ab jetzt zu den neunundneunzig Schafen zählen. Ich weiß mit Gewissheit, wer es ist, der mich ruft: ich habe gesagt, dass es mein Herr ist – er, der den gefallenen Menschen die Auferstehung schenkt.“
Der Herr sagt zu ihr: „Frau, von nun an soll dein Mund diese Wunder verkünden und sie den Söhnen des Himmelreichs erklären, die darauf warten, dass ich, der Lebende, erwache. Mach schnell, rufe meine Jünger zusammen…; wecke sie alle gleichsam aus dem Schlaf, dass sie mit brennenden Lampen kommen zur Begegnung mit mir. Sag ihnen: Der Bräutigam ist erwacht, er verlässt sein Grab…Ihr Apostel, legt ab eure Traurigkeit, die zum Tod führt; denn er ist erwacht – er, der den gefallenen Menschen die Auferstehung schenkt…“.
„Meine Trauer ist umgeschlagen in Fröhlichkeit, mir ist alles zu Freude und Jubel geworden. Ich sage frei heraus: ich habe die gleiche Herrlichkeit empfangen wie Mose; ich habe ihn gesehen, ja gesehen: nicht auf dem Berg, sondern in der Grabkammer, nicht von einer Wolke verhüllt, sondern leibhaftig; ich habe ihn gesehen, den Herrn der körperlosen Wesen und der Wetterwolken, der ist, der war und der kommen wird. Er hat mir gesagt: Schnell, Maria, verkündige meine Auferstehung denen, die mich lieben. Bring den Nachkommen des Mose diese gute Nachricht, so wie die Taube ihnen den Ölzweig gebracht hat (Gen 8,11) Sag ihnen: Der Tod ist vernichtet, und er ist aus dem Grab erstanden – er, der den gefallenen Menschen die Auferstehung schenkt.“

[Hl.Romanos Melodos, ETfT-Mail von heute, © des Bildes: ETfT]

Ich wünsche allen Namensträgern sowie diesem Blog Alles Gute zum Namenstag!

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