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Liturgischer Stil

In der Liturgie gewinnt die Seele den >>großen Stil<< des geistlichen Lebens – und das ist eine Sache, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Andererseits mahnt ja die Kirche selbst immer wieder, daß neben dem liturgischen Leben zugleich das auf die besonderen Bedürfnisse des einzelnen eingestellte Gebetsleben einhergehen müsse, in dem sich die Seele so gibt, wie sie ihrer besonderen Veranlagung nach ist. Von daher erhält dann auch ihr liturgisches Leben Wärme und eigene Färbung.
Würde letzteres fehlen, wäre die Liturgie die ausschließliche Form des geistlichen Lebens, so könnte dieses leicht zu einem kalten Formenwesen werden; es fehlt aber die Liturgie – nun, die tägliche Beobachtung zeigt zur Genüge, welches die Folgen sein müssen, und wie verhängnisvoll sie wirken.
[Romano Guardini: Vom Geist der Liturgie]

Als “tägliche Beobachtung” gilt in der heutigen Zeit vielleicht das Linzer ‘Fladenbrot‘ …

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