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Kurswochen Rückblick

So, die Kurswoche ist geschafft und ich bin zurück in der Zivilisation! Die Kurswoche war wirklich genial, um ein vielfaches besser als ich dachte und sie ist wirklich empfehlenswert! Ich hatte ja die Null-Bock-Einstellung und war auch auf Grund des Vorwochenendes schlecht auf die Kurswoche zu sprechen. Ich hatte zwar leider kein Internet, habe 42 E-Mails, den Geburtstag einer Freundin, den Umzug einer Bekannten, unseren “Anderen Gottesdienst” mit Nachklang, die Einweihungsparty einer Freundin sowie eine Ferienwoche mit Zeit zum Erholen und Lernen verpasst, doch es hat sich gelohnt. Der Rückblick hat solange gedauert, da ich mir (laut Feedback) immer genau überlege, was ich sage. Es fing leider erstmal mit schlechtem Wetter und einer schwindeligen Busfahrt an, dicht gefolgt von einem eigenartigen Begrüßungsessen (Geschnetzeltes mit Currysause, was haben Kirschen und Weintrauben darin verloren?). Ansonsten war das Essen sehr gut, es gab leider kein Salz und Pfeffer. Ich habe viele neue Spiele gelernt, sowie nette Leute kennen gelernt. Die Einheiten der Leiter waren erstmal sehr theorielastig, doch ab Dienstag-Abend gings mit meinem Stimmungsbarometer (welches an der Wand hing und wo Abends jeder seinen Stimmungsverlauf mit ein paar erklärenden Worten eintrug) steil bergauf: Ich lernte die Pasinger und meine Weißbier-Freundin kennen, und wir sangen die ganzen Klassiker aus dem Beginn meiner Mini-Zeit (Fürstenfeld, Skifahren, Skandal im Sperrbezirk, …) sowie mein neues Lieblingslied, “Leaving on a Jetplane”. Schade war nur, dass die Teilnehmer aus meinem Kurs jeden Tag sehr früh ins Bett gingen und ich mit ihnen nicht so viel reden konnte. Nach jeder Einheit gab es eine Feedbackrunde, was meiner Meinung nach eher auf freiwilliger Basis geschehen sollte, da ich es blöd finde, andere zu bewerten (“Urteile nicht, und es wird nicht über dich geurteilt werden”). Das Feedback für meine geleitete Einheit bestätigte mich in meinem Gefühl, ein guter Leiter zu sein. Ich wurde als “überraschend sicher” wahrgenommen, bemängelt wurde nur die ungerechte Verteilung der Sprechzeiten, da meine Mitleiterin scheinbar mehr geredet hat (obwohl wir vorher die Theorie-Inputs 50:50 aufgeteilt hatten) und ich mich gefragt habe, ob (Wort-) Faulheit beziehungsweise Minimalismus Sünde sein können. Die Tage und Abende wurden immer lustiger, am Ende war ich komischerweise der Führende unserer Kursgetränkeliste (17 Bier in 7 Tagen), vielleicht lag es daran dass die Kurskollegen alle jünger waren oder ihnen Hopf-Weisse und Holzkirchner-Hell nicht schmeckten. Mit den Pasingern und meiner Weißbierfreundin konnte (und wollte) ich es jedoch nicht aufnehmen (da ich eh kein Wettsäufer bin). Ein Highlight war der Gottesdienst am Samstag-Abend, besonders haben mir die gitarrlich-hinterlegten und gesungenen Einsetzungsworte sowie der wie-immer-geniale Jugenpfarrer Robert Hof gefallen. Neu war mir nur, dass eine Frau das Evangelium lesen durfte. Eines Abends durfte ich mit einer evangelischen Kurskollegin eine Grundsatzdiskussion über Gott und die Welt (unter anderem die Menschenrechte, Windows vs. Linux) führen, sie kritisierte natürlich das Papsttum sowie die “Äußerlichkeiten” der Katholischen Kirche. So einen Gesprächspartner hatte ich mir eigentlich für die ganze Woche gewünscht, leider blieb es bei einem einzigen Gespräch. Die große Abschlussparty war auch sehr lustig, ich mochte nur die House Musik nicht. In der Freitzeit spielten wir viel Watten, ein bisschen Schafkopf und wir wanderten mal zur Isar. Die Freizeit war eher knapp bemessen, lernen konnte ich leider nicht viel (obwohl das wirklich nötig gewesen wäre) und mit 9 Stunden Einheit war der Tag relativ schulmäßig. Am Ende war ich sehr müde, ich habe keine einziges Mal mehr als 5 Stunden geschlafen. Die Kurswoche war mit Sicherheit ein großer Erfolg, ich wurde als Leiter bestätigt, habe neue Spiele und Leute kennen gelernt und freue mich richtig auf das Nachtreffen!!! Ich habe mich mit meiner Vormeinung also getäuscht, und gelernt mir erst danach eine Meinung zu bilden. Der Heilige Geist begegnete mir vor allem im Gottesdienst sowie bei unserem Projekt, einem selbstgebastelten VW-Bus. Wir hatten Anfangs 200 Projektideen, die nach und nach auf 1 Idee reduziert wurden. Das Thema bezieht sich eigentlich auf das Auto einer Freundin, in den Raum geworfen wurde es von der anderen Teilnehmerin aus unserer Pfarrei. Der VW-Baus ist fast maßstabsgetreu, es passen 13 Leute stehend rein und er ist mit vielen lustigen Details gespickt (Nummernschild, Windschutzscheibe aus Frischhaltefolie, Heckklappe, Fenster mit Gardinen, …).

Wer noch Fragen hat, kann hier kommentieren oder mir ‘ne Mail schreiben, Fotos folgen wahrscheinlich noch!

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