Osterwoche ’08
In der Hoffnung das Unerreichbare zu erreichen, um das Unmögliche möglich zu machen, um jemand zu sein der man nicht sein kann: Ich bin leider in der diesjährigen Osterwoche auf Kurswoche, neben Vorwochenende und Nachtreffen, der Hauptteil des Gruppenleitergrundkurses. Mich graust es jetzt schon, eine Woche in Königsdorf zu verbringen, wo man -denke ich mal- eh nix Gscheides lernt. Fernab meiner Familie, meiner Pfarrei, einer bekannten Kirche und der Zivilisation werden wir “lustige Spiele” spielen und das “Leiten” lernen, eine Sache die ich eigentlich kann. Aber wie mein Erzbischöflicher Geistlicher Rat immer sagt, “Der Gerechte muss viel leiden”. Ich hoffe nur wirklich, dass von den anderen Teilnehmern irgendjemand halbwegs auf meiner Wellenlinie liegt und man was zum Diskutieren findet. Solche Menschen sind leider selten, besonders in der heutigen Zeit. Da ist man gleich der Überchrist, der Überheilige oder der nächste Papst. Hoffentlich hat meine PAin Recht und der Geist des Herrn wirkt auch auf der Kurswoche … denn sonst wirds todeslangweilig!





24. März 2008 at 16:51
Hey super. Voller Gottvertrauen und Freude am Leben ;-)
“Leiten kann ich eigentlich…”, aber “fernab der bekannten Kirche und der Zivilisation…”…
Wenn du leiten kannst, steckst du die Woche locker weg. Hole raus, was für dich drin ist. Vielleicht begegnest du ja auch fern der Heimat interessanten Menschen oder lernst neue Dinge kennen. Im Mief der eigenen Stube kann es jeder aushalten.
Frage deinen “Erzbischöflichen Geistigen Rat” (sind diese Titel für dich so wichtig?) doch mal, ob es außer dem Leiden des Gerechten (bist du gerecht – oder selbstgerecht?) auch die Freude erlöste Christentums gibt.
Entschuldige, wenn ich das so offen schreiben, aber du scheinst die (christliche) Welt zuverlässig in Gute und Böse, in Erzbischöfliche und Heidenpack einzuteilen. Ich vermisse etwas Vorsicht, Behutsamkeit, Nächstenliebe, Mut, sich auf etwas Neues einzulassen, eben all so Dinge, die in den Evangelien beschrieben werden.
Wo ist die Freude am gelebten Glauben? Dir ist klar, dass du nichts lernen wirst. Und damit ist der Käs’ gegessen. Ich finde, dass diese Einstellung eine ganze Menge an interessanten Erfahrungen von vorn herein verhindert.
Was ist so schlimm, wenn du die Spiele nicht toll findest? Eine Gruppe leiten, erfordert zunächst, sich auch auf eine Gruppe einlassen zu können. Oder verstehst du unter Leitung das Verstecken hinter einer Schein-Autorität (“Ich bin euer – erzbischöflicher – Gruppenleiter)? Das zieht nicht mehr. Du als Mensch musst überzeugen, denn du als Mensch wirst angefragt, wahrgenommen, angenommen oder abgelehnt. Nutze diese Chancen doch.
Heimweh und Sehnsucht nach heimischen Gefilden darf man trotzdem haben ;-)
Ich hoffe, dass dem Geist des Herrn Eintritt gewährst. Vielleicht versteckt er sich etwas hinter ‘lustigen’ Spielen und kommt – auf den ersten Blick – nicht als gescheit daher. Prüft alles, sagt Paulus, behaltet das Gute.
Viel Freude während deiner Kurswoche :-)
24. März 2008 at 19:10
Fürwahr:
Der Gerechte muß viel leiten!
29. März 2008 at 02:25
Wie liefs denn?
30. März 2008 at 18:59
Da ich mich größtenteils von den anderen Jugendlichen distanziere, lege ich KEINEN Wert auf das Äußere. Aber ist das nicht die korrekte Anrede? Sollte man nur den Namen sagen? Unter der korrekten Anrede kann man sich auch mehr vorstellen als unter einer Nennung des Namens.
Der Käs ist nich gegessen, ich war mit meiner Null-Bock Einstellung anwesend, wurde aber dennoch überzeugt und habe meine Erfahrungen gemacht. Ich bin dankbar für die Woche, ich habe viele interessante Spiele kennengelernt und auch nette Leute. Ich neige nur manchmal dazu, vorschnell zu urteilen (Urteile nicht, und es wird nicht über dich geurteilt werden!). Ich war von Beginn an schlecht auf die Kurswoche zu sprechen, weil das Vorwochenende für mich eine Katastrophe war und ich das Vorwochenende auf die Kurswoche bezogen habe.